Notfallseelsorge - Ein Dienst an der ganzen Gesellschaft
Über 40 Pfarrpersonen oder Diakone der reformierten und katholischen Kirche leisten im Kanton Zürich einen Pikettdienst als «Notfallseelsorgende». Dies kann geschehen als Care Profi (längere Ausbildung) oder als Care giver.
Wenn Situationen im Leben eintreffen, die Begleitung und Unterstützung erfordern, geschieht im Kanton Zürich Folgendes: Nach einer Anfrage durch die Polizei, die Feuerwehr oder Rettungsdienste, bietet die kantonale Einsatzleitzentrale eine/n Notfallseelsorger/in auf.
Traurige Anlässe gibt es genug: Ein aussergewöhnlicher Todesfall, ein Suizid, ein Unfall mit Todesfolge, Gewalteinwirkung, unfreiwillige Augenzeugenschaft oder auch massive Folgereaktionen der vom Unglück Betroffenen. Die Notfallseelsorge garantiert eine 24-Stunden-Bereitschaft.
Weiterbildung IRM
Die Notfallseelsorgenden (NFS) bilden sich jedes Jahr weiter. Dieses Jahr besuchten sie das Institut für Rechtmedizin (IRM) in Zürich. Dort wurde ihnen gezeigt, wie aussergewöhnliche Todesfälle untersucht (obduziert) werden. Oft begleiten die NFS die Angehörigen beim schweren Gang zum Institut für Rechtsmedizin. Daher ist es wichtig, die Abläufe und die Stolpersteine zu kennen. Im Gespräch mit den Mitarbeitenden des IRM konnte geklärt werden, was getan werden darf, kann und soll im Rahmen einer solchen Begleitung.
Die Notfallseelsorge ist ein kostenloses Angebot der beiden Landeskirchen des Kanton Zürich.
Pfr. Andreas Goerlich