Max Hunziker Jubiläum

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Unsere Kirche im Kirchenfenster «Sein»

Als wir uns für eine Predigtreihe zu unseren Kirchenfenstern entschieden, war uns nicht bewusst, dass wir damit auch gleich einen Jubilaren feiern können. Dieses Jahr kann sowohl das 50. Todesjahr, wie auch der 125. Geburtstag von Max Hunziker gefeiert werden.

Max Hunziker wurde am 6. März 1901 in Zürich Wiedikon geboren. Er war das jüngste von zwölf Kindern. Seine Eltern führten ein bescheidenes Milchgeschäft und Max musste schon früh dabei helfen, die Milch auszutragen.
Nach der Sekundarschule bekam er die Chance für eine höhere Ausbildung und noch während des Lehrerseminars begann er zu malen. Seine Lehr- und Wanderjahre führten ihn von Florenz über die Provence nach Paris. Von dort kehrte er wieder in die Schweiz zurück, als der Zweite Weltkrieg ausbrach. Mit seiner Frau Gertrud liess er sich in Zürich nieder. In Zürich wechselten sie mehrfach die Wohnung, bevor sie 1958 ein eigenes Haus mit Atelier in Witikon beziehen konnten. Das Atelier ist bis heute erhalten und bietet als Gedenkort einen Einblick in das Schaffen des Künstlers.

Für das Jubiläum «650 Jahre Schweizerische Eidgenossenschaft» erhielt Max Hunziker 1941 den Auftrag, die Zürcher Standesscheibe für das Rathaus in Schwyz zu schaffen. Die Ausführung dieses Werkes führte Hunziker erstmals in die Werkstatt von Karl Ganz. Damit begann eine erfolgreiche fast dreissigjährige künstlerische Zusammenarbeit. Die beiden ergänzten und wertschätzten sich gegenseitig ideal. Sichtbar ist diese grosse Verbundenheit darin, dass alle Glasbilder immer mit den gleichgrossen Initialen der beiden Künstler unterzeichnet sind. Und gleichzeitig war es eine klare Botschaft, dass Hunziker nach dem Tod von Karl Ganz im Jahre 1970 keine Glasbilder mehr gefertigt hat.

Zwischen 1941 und 1970 entstanden zahlreiche Glasmalereien in Kirchen und öffentlichen Gebäuden. Zu den schönsten Werken gehören sicherlich die Kirchenfenster in Meilen, Thalwil, Zürich-Wollishofen, Neftenbach oder in der kleinen Kirche Trub im Emmental.

1975, ein Jahr vor seinem Tod, erhielt Hunziker seinen wichtigsten Preis: die Auszeichnung für kulturelle Verdienste der Stadt Zürich.
Anlässlich des «Hunziker-Jubiläumsjahres» organisiert der «Verein Max Hunziker» mehrere öffentliche Veranstaltungen von Mai 2026 bis Januar 2027.

Pfarrerin Barbara von Arburg

 

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