Unsere neue Osterkerze: Schmetterling - neues Leben
Aus der Verwandlung der Raupe entsteht der Schmetterling - ein Sinnbild für Auferstehung, Hoffnung und Neubeginn. In seinen leuchtenden Farben trägt er die Botschaft von Ostern: Das Leben bricht auf, das Dunkel wandelt sich in Licht, und die Liebe Gottes schenkt uns immer wieder neue Flügel.
Eine Osterwoche mit vielen Angeboten
Die Woche vor Ostern hält ganz unterschiedliche Programmpunkte für Sie als Gemeinde bereit:
Die drei Dienstage vor Ostern, 17., 24. und 31. März, sind allesamt morgens zwischen 9:30 bis 10:00 Uhr fürs «Fiire mit de Chline» reserviert. Alle drei Termine stehen unter dem Titel «Hasengeschichten».
Johannes-Evangelium im Mittelpunkt
In all unseren Gottesdiensten und Passionsandachten werden wir dieses Jahr den Texten aus dem Johannes-Evangelium entlanggehen und so ein Gespür dafür schaffen, wie die johanneische Gemeinde über Ostern gedacht hat.
Der Palmsonntag, 29. März, um 9:30 Uhr bietet Raum, die Ankunft Jesu in Jerusalem wahrzunehmen – Tage, bevor dort sein Tod am Kreuz entschieden wurde. Musikalisch umrahmt wird der Gottesdienst vom Gemischten Chor Hünikon mit Unterstützung des Männerchors Neftenbach-Pfungen.
Gemeinsame Passionsandachten
Ab Montag, 30. März, gibt es morgens während vier Tagen in der Mosaikkirche ein 30-minütiges Innehalten mit einer Mahlfeier (30., 31. März, 1. und 2. April um 7:00 Uhr).
In der reformierten Kirche finden die Andachten dreimal abends um 19:30 Uhr statt (30., 31. März sowie 1. April).
Am Gründonnerstag, 2. April, findet um 20:00 Uhr ein Abendmahlsgottesdienst im Chor statt.
Vom Karfreitag zum Ostermorgen
Der Karfreitagsgottesdienst (3. April, 9:30 Uhr) bietet den Gegenpol zu einer fröhlichen Welt und spricht von Sterben, Tod und Gewalterfahrung.
Am Karsamstag entsteht gegen Abend das Feuer der Hoffnung: Unterhalb des Chräen brennt von 19:00 Uhr bis zum Sonnenaufgang des Ostermorgens ein Osterfeuer. Von 19 bis 21 Uhr darf dort gerne gebrätelt werden.
Bei Sonnenaufgang am Ostermorgen (5. April, ca. 6:30 Uhr) laden wir ein auf den Chräen zu einer kleinen Auferstehungsliturgie. Am Ende wird dort die neue Osterkerze entzündet, die dann in die Kirche getragen wird zum Ostergottesdienst (mit Abendmahl) um 9:30 Uhr.
Herzliche Einladung zu unseren Veranstaltungen und Feiern!
Pfarrer Andreas Goerlich
Musik über die Ostertage
Über die Osterfeiertage werden wir von zwei Solisten der Extraklasse verwöhnt

An Karfreitag wird Nikoleta Kocheva von Albert Hartkamp am Violoncello begleitet.
Aufgewachsen in den Niederlanden studierte er an der Hochschule der Künste in Utrecht. Später absolvierte er sein Bachelor- und Masterstudium in Amsterdam und an der Zürcher Hochschule der Künste.
Es folgte eine Zeit als freischaffender Musiker in verschiedenen Berufsorchestern und Kammermusikformationen mit vielen Konzerten in der Schweiz und im Ausland. Er spielte im Musikkollegium Winterthur, dem Sinfonieorchester Liechtenstein sowie im Zürcher Kammerorchester. Nebenbei begann er zu dirigieren und absolvierte an der ZHdK eine Dirigentenausbildung.
Heute arbeitet Albert Hartkamp am Konservatorium Zürich, wo er eine Celloklasse betreut und als Dirigent das fortgeschrittene Streichorchester City Strings II leitet.

Am Ostersonntag wird Miho Donath von der Bratschistin Jenny Joelson begleitet. Sie begann ihre Laufbahn am Konservatorium Winterthur und begleitete verschiedene Kammermusikformationen und Sinfonieorchester. Ihr Studium absolvierte Sie an der ZHdK und am Mozarteum in Salzburg. Als Mitglied der LGT Young Soloists spielte sie Konzerte in der Schweiz, Deutschland, Hong Kong, Singapur und Taiwan.
Ihre Leidenschaft für Kammermusik setzt sie als Gründungsmitglied des DAS Quartetts fort und tritt regelmässig als Zuzügerin im Orchester der Oper Zürich auf.
Laurenz Albicker, Kirchenpflege Ressort Musik und Gottesdienst
Zur Geschichte der Osterkerze
Jahr für Jahr begleitet uns das Licht der Osterkerze in unseren Gottesdiensten. Woher kommt diese eigentlich, und welche Bedeutung hat sie?
Seit jeher galt das Licht als Zeichen für das Leben. In den Religionen der Antike wurden zu Ehren der Götter und auch der vergöttlichten Herrscher grosse Kerzen entzündet. Auch im Judentum spielen Kerzen eine wichtige Rolle und Feuer wird mit dem «Heiligen» in Verbindung gebracht. Im Entzünden der Osterkerze vereinigen sich daher Lichttraditionen unterschiedlichster Herkunft.

Die Osterkerze symbolisiert Christus, das Licht der Welt, das die Dunkelheit des Todes überwunden hat. Mit der Auferstehung entsteht neues Leben. Es geht wieder aufwärts, aus dem Dunkel des Todes ins Licht der Auferstehung.
Mit dem Entzünden einer Kerze wird es augenfällig: Wo Licht ins Dunkel fällt, da keimt Hoffnung, da fühlen wir uns sicher und geborgen.
Das Entzünden einer Osterkerze
In der katholischen Tradition wird die Osterkerze in der Osternacht am Feuer entzündet und geweiht. Anschliessend wird sie in die dunkle Kirche getragen. Manchmal besteht auch die Möglichkeit, dass die Teilnehmenden das Licht mit einer eigenen Kerze nach Hause tragen und sich so vom Licht begleiten lassen können.
Die Osterkerze ist auch eine Erinnerung an das Volk Israel, das aus der Knechtschaft in Ägypten herausgeführt wurde. Damals zog Gott dem Volk nachts in Gestalt einer Feuersäule voran, um den Wandernden den Weg zu zeigen.
Der katholische Brauch der Osterkerze ist in den letzten Jahren auch in die reformierte Kirche eingewandert. Vielerorts wird dabei am frühen Ostermorgen gefeiert. Auch wir in Neftenbach nähren das Osterfeuer durch die ganze Nacht hindurch bis zum Sonnenaufgang. Wer während der Nacht mithelfen möchte, dass das Feuer weiter brennt, darf sich gerne beim Pfarramt oder Sekretariat melden.
Ein besonderer Moment ist dann zum Sonnenaufgang das Entzünden der Osterkerze. Zu dieser kurzen Feier um ca. 6:30 Uhr sind alle herzlich eingeladen. Anschliessend tragen wir das Licht zur Kirche, wo die Osterkerze im Rahmen des Ostergottesdienstes zu ihrem Platz getragen wird.
Die Osterkerze wird von da an das ganze Jahr bis zum nächsten Osterfest die Menschen durch die Gottesdienste begleiten. Für unser Verständnis ist jeder Sonntag ein kleines Osterfest und darum brennt die Osterkerze in jedem Gottesdienst. Mit ihrem Licht werden bei Taufen die Taufkerzen entzündet.
In der katholischen Tradition brennt die Osterkerze nur während der Osterzeit (d.h. bis und mit Pfingsten) bei jedem Gottesdienst. Danach wird sie nur noch bei Tauffeiern, Hochzeiten und Begräbnissen angezündet.
Pfarrerin Barbara von Arburg