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Reformierte Persönlichkeiten der Schweiz: Andrew Bond - «Ich kann mir diese Welt ohne Gott nicht vorstellen»

Andrew Bond hat sein Leben der Kinder- und Jugendmusik gewidmet. Der gebürtige Engländer hat sich besonders durch Weihnachtslieder und Kindermusicals in die Herzen vieler Schweizerinnen und Schweizer gesungen. Das Schreiben im Dialekt ist eines seiner Markenzeichen.
Geboren ist er am 6. Juni 1965 in England. Aufgewachsen ist Andrew Nicolas Bond aber die ersten fünf Jahre im Kongo. Sein Vater ist Schweizer, die Mutter Engländerin.
Nach dem Kongo folgten sieben Jahre in England, bevor die Familie nach Zürich kam und sich in Wädenswil niederliess - dem Ort, an dem Andrews Grosseltern früher einen Bauernhof hatten.
Nach der Matura studierte Andrew Bond Theologie, merkte aber bald, dass er zu viele Fragen und Zweifel hatte, obwohl ihm der Glaube immer wichtig blieb. So wechselte er die Studienrichtung, wurde Lehrer und unterrichtete über 17 Jahre Religion und Musik in Wädenswil.
Aus dem Lehrer wird ein Komponist
1998 veröffentlichte er eine erste CD unter dem Titel «Zimetschtern han i gern». Dank der Veröffentlichung durch den Zürcher Lehrmittelverlag wurde die CD schnell zu einem grossen Erfolg an den Schulen.
Er brachte auch gerne seine - auf Dialekt geschriebenen - Lieder an Projektwochenenden den Kindern (oder auch ihren Eltern) bei. So konnte er sich schliesslich als Komponist seinen Lebensunterhalt verdienen.
Religion ist nicht out - wir müssen nur mehr singen
Singen ist die Muttersprache der Seele, meint Andrew Bond. Und tatsächlich motiviert er bis heute Tausende von Kindern und Jugendlichen zum Singen. Dabei kommen religiöse Inhalte nicht zu kurz: «Das Religiöse gehört für mich zum Alltag. Kinder machen da auch keine Trennlinie.… ich könnte mir die Welt ohne Gott nicht vorstellen!»
Auch unsere Krippenspiele vor Weihnachten basieren meist auf einer Geschichte, Idee und vor allem auf Liedern von Andrew Bond - im Dezember ist es wieder soweit!
Pfarrer Andreas Goerlich