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OASEN-GOTTESDIENST AM SONNTAG 10.01.2021 IN DER KIRCHE NEFTENBACH

Gedanken zur Jahreslosung (Lukas 6,36)

(Die Powerpoint zur Kurzpredigt können Sie auch hier herunterladen. Oder mit einem Klick auf die jeweiligen Bilder unten, vergrössert es sich.)


«Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.» Dieser Vers soll uns also durch das neue Jahr begleiten. Er steht im Lukasevangelium in der sogenannten Feldrede. Lukas stellt dort ein paar wichtige Aussagen Jesu ins Zentrum; da geht es darum, wie wir als seine Nachfolger miteinander umgehen und ob sich dies denn unterscheidet von Umgang jener Menschen, die einander darum Gutes tun, weil sie dafür Dank ernten.
So stehen da eine Reihe von Ratschlägen, zum Umgang miteinander; «geht sorgsam miteinander um, liebt auch die Feinde und erwartet nicht immer einen Dank - seid barmherzig!»

Als Lukas sein Evangelium aufschrieb, da lag Jerusalem in Trümmern, der Tempel war zerstört und in den kleinen christlichen Gemeinden lebten Menschen aus ganz verschiedenen sozialen Schichten. Der Umgang von besser Gestellten mit den Schwächeren war eine Herausforderung. Es galt, mitten in der Katastrophe, im Durcheinander, ein neues Leben aufblühen zu lassen. Das braucht Rücksicht und die Menschen waren gefordert, sich der eigenen Werte wieder bewusst zu werden. Darum spricht Jesus in seiner Rede von der Feindesliebe, von Gewaltlosigkeit, von Freigiebigkeit und der Zurückhaltung im Urteil.

Auch in unsere Zeit spricht die Jahreslosung - in eine Zeit, die geprägt ist von Unsicherheit, von Sorgen und Ängsten, aber auch von Ungeduld. Menschen sind von der Pandemie ganz unterschiedlich betroffen. So sind wir angehalten, die Verletzlichkeit der Anderen wahrzunehmen; es gibt Einschränkungen, die nicht unbedingt in erster Linie uns selbst zugute kommen, sondern für andere (lebens)wichtig sind.

«Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.»
Was heisst denn «barmherzig»? - ich habe einen Hinweis gefunden auf ein althochdeutsches Wort «barm», das soviel wie Schoss oder Busen heisst. Also etwas sehr Mütterliches, das den «Vater» ausmacht. Auch schon im alten Testament ist Barmherzigkeit eine Eigenschaft von Gott und das hebräische Wort «rachamim» heisst «Mutterschoss» oder «Gebärmutter». Gott ist fürsorglich wie eine Mutter oder eine schwangere Frau, die Sorge zu ihrem ungeborenen Kind trägt.

«Barmherzigkeit» ist also ein Gehalten-Sein, rundum behütet, gleich einem Ungeborenen im Mutterleib. Es ist ein Zuspruch unseres Gottes, der uns nahe sein will, gerade in bedrohlichen Zeiten. Wir erleben das unterschiedlich in unserem Alltag; in einer glücklichen Beziehung, im Erleben in der Natur oder ganz bei sich in der Stille...

Was wir selbst bekommen haben, dürfen wir weitergeben. Von diesem mütterlichen Vater werden wir beschenkt und mit viel Fürsorge bedacht, darum dürfen und können wir auch anderen davon weiter schenken und so unseren Mitmenschen mit Sorgfalt begegnen gerade in einer Zeit, wo uns die Verletzlichkeit des Lebens so deutlich vor Augen gestellt wird.

Unsere Sigristinnen haben sich von diesem Vers und einem Bild inspirieren lassen.
Von einem Vater, der seine Hand ausstreckt und so Halt gibt - Getragen-Sein ist die Gewissheit, dass man nicht tiefer fallen kann, als in Gottes Hand.

Darum ist jetzt unter dem Kreuz in der Kirche ein grosses Netz ausgespannt. Es ist Sinnbild für die Erfahrung, dass wir Halt brauchen, dass wir manchmal unsere Sorgen in andere Hände legen möchten, uns aber auch getragen oder aufgefangen fühlen können. In den kommenden Wochen sind alle eingeladen, ihre Erfahrungen von Gehalten-Sein oder der Fürsorge auf ein Herz zu schreiben und /oder eine Sorge oder eine Situation, wo es Halt braucht, auf eine Hand zu schreiben und ins Netz zu legen. Alles hat hier Platz und wird aufgefangen.

Auf allen unseren Wegen soll uns ein Gedichtvers von Arno Pötzsch begleiten:
«Du kannst nicht tiefer fallen als nur in Gottes Hand,
die er zum Heil uns allen barmherzig ausgespannt.
Es münden alle Pfade durch Schicksal, Schuld und Tod
doch ein in Gottes Gnade trotz aller unserer Not.
Wir sind von Gott umgeben auch hier in Raum und Zeit
und werden in ihm leben und sein in Ewigkeit»

Pfarrerin Barbara von Arburg



Kurzpredigt vom 10. Januar 2021
Powerpoint zur Kurzpredigt vom 10. Januar 2021
 
Die neue Ausgabe unserer Gemeindeseite ist ab sofort als pdf-Datei online.
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Wir suchen ab 1. März 2021 eine / ein Sigristin / Sigrist, Hauswartin / Hauswart (Stellvertretung).
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Für die Zeit, in der gemeinsames Singen wieder möglich wird, suchen wir eine neue Eltern-Kind-Sing-Leiterin.
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Der Chileträff und die Kirche können zu günstigen Bedingungen gemietet werden.
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Nächste Anlässe:

Sonntag, 17.01.2021
Taizé-Abend-Oase (ohne Singen)
Pfarrer Andreas Goerlich
20:00 Uhr, Kirche Neftenbach

Sonntag, 24.01.2021
Oasen-Gottesdienst
Pfarrerin Barbara von Arburg
09:30 Uhr, Kirche Neftenbach

Sonntag, 24.01.2021
Oasen-Gottesdienst
Pfarrerin Barbara von Arburg
10:30 Uhr, Kirche Neftenbach

Sonntag, 31.01.2021
Oasen-Gottesdienst
Pfarrer Andreas Goerlich
09:30 Uhr, Kirche Neftenbach

Sonntag, 31.01.2021
Oasen-Gottesdienst
Pfarrer Andreas Goerlich
10:30 Uhr, Kirche Neftenbach

Sonntag, 07.02.2021
Gottesdienst
Pfarrerin Barbara von Arburg
09:30 Uhr, Kirche Neftenbach