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OASEN-GOTTESDIENST AM SONNTAG 28.02.2021 IN DER KIRCHE NEFTENBACH

GEDANKEN Matthäus-Evangelium, Kapitel 25, Vers 1-9


(Die Powerpoint zur Kurzpredigt können Sie auch hier herunterladen. Oder mit einem Klick auf die jeweiligen Bilder unten, vergrössert es sich.)


Liebe Zuhörenden,
Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste - das war ein Standardspruch meiner Grossmutter. Wer nicht aufpasst, dem fällt sie runter - dabei konnte sie ganz jugendlich grinsen.
Vorsicht muss einen Grund haben, sonst läuft sie ins Leere. Angst ist oft ein Moment, sollte aber nicht das bestimmende sein. Erfahrung und Voraussicht sind andere Teilaspekte. Und die sind ganz gut erkennbar aus der Geschichte, die wir da gehört haben.
Die eine Gruppe der jungen, unverheirateten Frauen weiss, was Nachhaltigkeit bedeutet. Nämlich Vorsorge treffen, Fürsicht. Über den Moment hinausdenken. Und auch das Undenkbare für möglich halten. Deshalb können sie aus ihrer Ölressource kräftig schöpfen.
Die andere Hälfte der Frauen gerät in eine Ölkrise. Ihnen geht das Öl für ihre Lampe aus, bevor das Fest eigentlich richtig losgeht. Die Lampe muss man sich als Gefässfackel vorstellen, an der ein mit Öl getränktes Stück Stoff brennt. Aber eben nur für eine begrenzte Zeit. Jetzt ist das Öl aus - für die eine Gruppe.
„Töricht“ werden die fünf genannt. Warum nur haben sie denn nicht ausreichend vorgesorgt? Warum diese Nachlässigkeit? Am Geld lag es nicht, das hatten sie ausreichend zur Verfügung, als sie sich später auf den Weg zum Kaufmann machten. Die Geschichte erzählt die Gründe nicht.
Sie hoffen, dass die anderen Fünf mit ihnen teilen. Doch die Absage folgt prompt: „Geht nicht, sonst reicht es für keine von uns.“
Eine Interpretation von Mutter Theresa ist vielleicht hilfreich, ausser dem Egoismusgedanken eine neue Sicht zu bekommen: „Die Öltropfen in unseren Lampen sind die kleinen Dinge im täglichen Leben: Treue, kleine freundliche Worte, ein Gedanke an andere, unsere Art zu schweigen, zu sprechen und zu handeln.“
Vielleicht gibt es wirklich Dinge im Leben, die ich nicht teilen kann. Freude kann ich nicht teilen. Genausowenig kann ich Glauben teilen. Beides kann nur ansteckend wirken. So machen sich die einen Frauen auf, um neues Öl zu kaufen. Aber es ist zu spät. Schon von weitem hören sie, wie das Fest in vollem Gange ist. Aber die Türen zum Festsaal sind verschlossen. Schadenfreude ist aus den Worten nicht herauszuhören. Eher: „Wir werden klüger, wenn wir wachsam sind gegen alles, was uns dumm machen könnte.“ Das haben die anderen Frauen befolgt.
Ich könnte eine wunderbare Parallele ziehen zu der heutigen Coronasituation, in der den Unvorsichtigen nicht das Licht, aber der Schnauf ausgeht und es nicht mehr reicht zum Leben.
Es war der Genfer Jean Calvin, der das Wort „Fürsicht“ prägte. Es ist eine Wurzel des Wortes Vorsicht. Während Vorsicht Richtung schützen und abwarten tönt, hören wir aus der Voraussicht und der Fürsorge ein viel positiveres Moment heraus: Liebe, Achtung, Klugheit und Wachsamkeit. Er meinte, dass wir im Vertrauen auf Gott nicht alles erstürmen oder erleben müssen, sondern klug werden, auf unsere und die familiäre Zukunft schauen und dann behutsame Schritte Richtung Zukunft setzen.
Ich wünsche uns allen, dass wir nicht erst die bittere Erfahrung der ausgegangenen Kerze machen müssen, sondern innehalten und genauer hinsehen. Dann werden wir nicht nur Vorsicht walten lassen, sondern auch Fürsicht. AMEN.

Herzlich Ihr Pfarrer Andreas Goerlich

GEBET FÜR DIE OASE VOM 28. FEBRUAR 2021

Gott, tief in unserem Herzen und weit weg in den Wolken,
wir sind manchmal verwundet. Tief in uns, ohne zu wissen, weshalb.
Und andere Male fliegen wir hoch über den Wolken, tanken auf, sind überglücklich und ruhen in Dir und in uns.
Das Leben beschert uns immer wieder Tage des Genusses, des Glücks, der tiefen Zufriedenheit, lass Dir dafür danken.
Und in Coronazeiten haben wir gelernt, Vorsicht walten zu lassen, in Räumen, unter vielen Menschen, im Bus, nach ungewollten oder gewollten Berührungen, beim Eintreten in ein Kaufgeschäft, beim Nachhausekommen.
Wir wissen, dass unsere Vorsicht keine Garantie für Gesundheit ist. Doch wir schauen auch voraus und schützen uns gleich vor gewissen unangenehmen Situationen.
Die Voraussicht gibt unserer Vorsicht ein gutes Gefühl, kein aufreibendes Reagieren.
So begleite uns Gott, durch diesen Tag und diese Woche, mit Vorsicht, mit Voraussicht, mit Vertrauen und dem Mut, weiter zu gehen. Für Deine Unterstützung danken wir Dir. AMEN.



Kurzpredigt vom 28. Februar 2021
Gebet vom 28. Februar 2021
Powerpoint zur Kurzpredigt vom 28. Februar 2021
 
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Der Chileträff und die Kirche können zu günstigen Bedingungen gemietet werden.
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Nächste Anlässe:

Freitag, 05.03.2021
Gottesdienst am Weltgebetstag aus Vanuatu
WGT-Team
19:00 Uhr, kath. Kirche Pfungen

Sonntag, 07.03.2021
Taizé-Abend-Oase (ohne Singen)
Pfarrerin Barbara von Arburg
20:00 Uhr, Kirche Neftenbach

Dienstag, 09.03.2021
Schlüssel zur Bibel - Gesprächsrunden in kleinen Gruppen
Pfarrerin Barbara von Arburg
10:00 Uhr, Chileträff Neftenbach

Dienstag, 09.03.2021
Schlüssel zur Bibel - Gesprächsrunden in kleinen Gruppen
Pfarrerin Barbara von Arburg
11:00 Uhr, Chileträff Neftenbach

Donnerstag, 11.03.2021
Schlüssel zur Bibel - Gesprächsrunden in kleinen Gruppen
Pfarrer Andreas Goerlich
18:15 Uhr, Chileträff Neftenbach