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Entstehung und Geschichte des Bazars in Neftenbach

Erstellt nach Angaben von Frau Hanni Kaiser (ehemals Pfarrfrau in unserer Kirchgemeinde)

Im Februar 1963 zog die Pfarrfamilie Kaiser nach Neftenbach.Hanni Kaiser wurde im Mai 1963 an der Jahrestagung der SOAM (Schweizerische Ostasien-Mission) 23-jährig in den Vorstand der SOAM-Missions-Frauengruppe und in den Vorstand der SOAM gewählt, - und dies ohne Vorankündigung! Daraufhin beschloss sie, auch in Neftenbach einen Bazar zu organisieren. Der erste Missions-Bazar in Neftenbach fand vor dem 1. Advent 1963 statt. Dank vielen Kontakten in der Gemeinde fand sie bald auch genug Helferinnen. Die erste Frau, die von Anfang an dabei war, ist Rösli Frei vom Zelgli. Sie lebt heute - inzwischen 94-jährig - im Pflegeheim Bächli in Bassersdorf. Von der Heimstätte Rämismühle bekam sie den Auftrag, eine graue Jacke mit Zopfmuster in Grösse 54 zu stricken. Aesch und Hünikon hatten schon vorher einen eigenen Bazar im Frühling; abwechselnd in Hünikon und Aesch. In den Wintermonaten wurde gemeinsam gestrickt. Dazu musste von der Gemeinde-Schwester oder der Pfarrfrau immer vorgelesen werden, damit ja nicht zu viel „getratscht“ wurde. Der Verkauf von Handarbeiten, Zopf, Brot und Kuchen fand im Pfarrhaus statt, welches jeweils halb ausgeräumt werden musste. Kaffee oder Essen gab es nicht. Gestrickt und gebastelt wurde anfangs in der Stube von Kaiser`s, dann im ehemaligen Veloraum, welcher später zum Sitzungszimmer ausgebaut wurde. Die gemütlichen, oft lustigen Abende waren für viele Frauen eine Abwechslung und nach und nach kamen immer mehr jüngere Frauen mit neuen Ideen dazu. Es wurde vor allem gestrickt - Socken, Kniesocken, Bettsocken, Strumpfhosen, Schlüttli, Finkli, Mützen und vieles mehr. Auch Kinderpullis, Tierli, Zwergli und Puppenkleider, die heute noch existieren, wurden mit viel Liebe und Freude gestrickt oder gehäkelt. Gebastelt wurden auch wundervolle Strohsterne, Folien-Sterne, Kugeln, Tischdekorationen und Adventskränze. Die ersten Adventskränze wurden ab etwa 1970 verkauft. Die Weihnachtskarten mit Stickmotiven (Chrüzlistich) waren sehr beliebt, wie auch die Unicef-Karten, welche Neftenbach als erste Gemeinde verkaufte. Es wurden aber auch Sachen gespendet, z.B. von Walter Baumann und seinen Schülern und der Jugendgruppe. Brot und Zöpfe wurden von den Bewohnerinnen vom Schloss Wart und vielen Gemeindemitgliedern gebacken. Ab 1970 wurde das Material von der Kirchgemeinde bezahlt, davor bezahlten die Frauen dies immer selber! Nachdem das „alte Gemeindehaus“ frei wurde, fragte Hanni Kaiser den Gemeinderat an, ob dieses für den Bazar und viele andere Anlässe genutzt werden dürfe und ob auch eine Kochnische eingebaut werden könne. Es gab einigen Widerstand im Gemeinderat, aber schlussendlich wurde diese Idee trotzdem bewilligt. Jetzt gehörte die Kaffeestube zum Bazar, und nach etwas Überredungskunst der vielen Bazarfrauen waren die Herren von der Kirchenpflege bereit, draussen Würste zu braten und zu verkaufen. Der erste Bazar von 1963 brachte einen Erlös von ca. Fr. 3000.- inkl. Geldspenden. Mit Kaffeestube und Würsten waren es dann sogar ca. 5000.- bis 7000.- Franken. Bis 1983 war Hanni Kaiser Präsidentin der Missionsfrauengrupe und wurde dort immer beneidet um die vielen jungen Frauen, die sich in Neftenbach freiwillig für die SOAM engagierten. Der Bazar war immer ein Angebot der Kirchgemeinde, der gesamte Erlös wurde gespendet an die SOAM (heute Mission 21). Viele Frauen, auch vom Frauenverein, halfen tatkräftig mit, einige davon Jahrzehntelang! In den 80-er Jahren wurde die Organisation des Bazars dann an die Kirchenpflege „delegiert“. Langsam wurde der Bazar zu einem Grossanlass und immer durfte auf die Mithilfe von vielen freiwilligen Frauen und Männern gezählt werden. So beim gemeinsamen Basteln im Chileträff oder beim Kochen im Auenrain, am Bazar selber und vor allem auch beim Kranzen. Das sind wohl tausende von Stunden, die in all den Jahren von den freiwilligen Helferinnen und Helfern geleistet wurden. Nachdem der Chileträff gebaut wurde, findet alles in dessen Räumlichkeiten statt, was die Organisation doch etwas einfacher macht. Vorher wurde nämlich noch im Werkgebäude gekranzt und dann alles in die MZH Auenrain transportiert. Im Jahre 1984 habe ich im alten Gemeindehaus meinen ersten Adventskranz unter Anleitung gemacht, und damit begann meine Zeit im Bazar-Team und später auch in der Kirchenpflege. Zu meinem Amt in der Kirchenpflege gehörte in den letzten Jahren auch die gesamte Organisation des Bazars. Zwischenzeitlich haben wir 12 Jahre lang zusätzlich auch noch einen Osterbazar durchgeführt. Das gemeinsame Basteln wurde vor zwei Jahren mangels Ideen und Motivation eingestellt. Zu Hause stricken und basteln aber einige Frauen munter weiter. Dieses Jahr werde ich nun zum letzten Mal die Organisation und den Bazar durchführen. Im Frühjahr 2018 werde ich von meinem Amt als Kirchenpflegerin zurücktreten. Aus diesem Grund war es mir ein Anliegen, die Entstehung und Geschichte des Bazars in unserer Kirchgemeinde einmal fest zu halten. Tausend Dank an alle, die in den vielen Jahren zum Erfolg dieses Bazars beigetragen haben und dadurch immer wieder grosse Beträge an Institutionen wie Mission 21, CARITAS Schweiz und das Langeneggerhaus überwiesen werden konnten.

Regula Masson


Wie geht es weiter?
Hat jemand Interesse, den Bazar in irgendeiner Form am Leben zu erhalten? Einen Teilbereich zu „managen“? Oder etwas ganz Neues auf die Beine zu stellen? Es gibt viele Möglichkeiten! Wir sind offen für alles und würden uns sehr freuen, wenn der Bazar weiter bestehen würde. Ende November (Mi 29. und Do 30.11.) erstellen wir unsere Adventskänze und Dekos – eine gute Gelegenheit, bei uns unverbindlich reinzuschauen. Bitte einfach melden bei: Regula Masson Tel. 052 315 28 94, Mail: r.masson@swissonline.ch

Nebst meinem bevorstehenden Rücktritt als Kirchenpflegerin stehen im Frühjahr 2018 weitere Wechsel in der Kirchenpflege an. Ein separater Bericht respektive Aufruf dazu wird in einer der nächsten Ausgabe erscheinen.

 
Die neue Ausgabe unserer Gemeindeseite ist ab sofort als pdf-Datei online.
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Der Chileträff und die Kirche können zu günstigen Bedingungen gemietet werden.
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Nächste Anlässe:

Mittwoch, 25.10.2017
Jugendgottesdienst für die 7.-Klässler
Pfr. Daniel Hanselmann
18:45 Uhr, Kirche Neftenbach

Mittwoch, 25.10.2017
Jugendgottesdienst für die 6.-Klässler
Pfr. Daniel Hanselmann
18:00 Uhr, Kirche Neftenbach

Samstag, 28.10.2017
Domino
Domino-Team
09:30 Uhr, Chileträff Neftenbach

Samstag, 28.10.2017
Kolibri
Kolibri-Team Heerenweg
09:30 Uhr, Schulhaus Heerenweg Hünikon

Samstag, 28.10.2017
Kolibri
Kolibri-Team Chileträff
09:30 Uhr, Chileträff Neftenbach

Sonntag, 29.10.2017
Gottesdienst mit Abendmahl
Pfarrerin Salome Probst
17:00 Uhr, Chileträff Neftenbach

Montag, 30.10.2017
Senioren-Nachmittag - Referat über Sicherheit im Alter
Pfarrer Daniel Hanselmann
14:00 Uhr, Chileträff Neftenbach